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:: Kirche St. Mauritius:: Die neue Kirche wurde von Detlef Carl von Einsiedel gestiftet und galt seinerzeit "als eine der schönsten Landkirchen Sachsens". Heute ist sie die bedeutendste und stilreinste klassizistische Dorfkirche von Sachsen. Das Bauwerk bildet zusammen mit dem Schloß, mit dem es durch den nördlichen Teil des Parks verbunden ist, eine besonders reizvolle Gruppe. Die Grundsteinlegung der Kirche erfolgte am 12. April 1794. In den Händen des Bauinspektors Johann August Giesel, einem Schüler von Friedrich August Krubsacius, lag die Leitung des Baues. Als Handwerker wirkten u. a. der Maurermeister Christian Gottlob Gränz und der Zimmermeister Johann Gottlieb Illgen mit.
Die Einweihung konnte bereits zehn Jahre später, am 24. Oktober 1804, erfolgen. In klaren klassizistischen Formen wurde die Neue Kirche errichtet. Die beiden Porticus-Anbauten an der Nord- und Südseite mit toskanischer Ordnung und gußeisernen Reliefs (Erhöhung der ehernen Schlange und Auferstehung Christi) ergeben zusammen mit dem langgestreckten rechteckigen Schiff die Grundrißform eines lateinischen Kreuzes. Den Abschluß in westlicher Richtung bildet der Turmbau mit dem Porticus und der Inschrift aus Josua Kap. XXIV, Vers 24, "Wir wollen dem Herrn dienen und seiner Stimme gehorchen". Nördlich und südlich vom Altarraum schließen sich je zwei übereinanderliegende Annexräume an. Davon dient der nördliche untere als Sakristei, während der südliche obere als Herrschaftsloge genutzt wurde. Neben den beiden südlichen Räumen befindet sich die Taufkapelle mit einer gußeisernen Taufe.
Das Innere der Kirche wird an drei Seiten von Emporen eingefaßt. Zur ursprünglichen Ausstattung gehört ein Altargemäde von Adam Friedrich Oeser mit der Darstellung der Kindersegnung. Diese wohl letzte Arbeit des Malers wurde nach seinem Tode von dem Schüler Veit Hans Schnorr von Carolsfeld vollendet. Jetzt befindet sich das Werk in der Taufkapelle, während der aus Gipsmarmor errichtete Altar ein Gemälde von Sascha Schneider mit dem Auferstandenen (1904) zum Inhalt hat.
Zu beiden Seiten vor dem Altar sind die Cherubim aufgestellt. Die Orgel fertigte der aus Schmiedefeld am Rennstein gebürtige Orgelbauer Holland. Später wurde sie teilweise durch ein Werk der Firma Jehmlich ersetzt. © Heimatverein Wolkenburg Kaufungen
e.V. |
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